Studentenverbindung, die uns am Fliegen hinderte, rechtzu schaffen und zog mit allen Kräften an allen Fäden,die uns niederhalten konnten. Unsere Verbindung hattefür diesen Zeitpunkt eine grosse festliche Ausfahrt nachRolandseck beschlossen, um am Schlüsse des Sommer-halbjahrs sich noch einmal ihrer sämmtlichen Mitgliederzu versichern und sie mit den besten Abschiedserinne-rungen nachher in die Fleimath zu schicken.
Es war einer jener vollkommnen Tage, wie sie, inunserem Klima wenigstens, nur eben diese Spätsommer-zeit zu erzeugen vermag: Himmel und Erde im Ein-klang ruhig neben einander hinströmend, wunderbar ausSonnenwärme, Herbstfrische und blauer Unendlichkeitgemischt. Wir bestiegen, in dem buntesten, phantastischenAufzuge, an dem sich, bei der Trübsinnigkeit allersonstigen Trachten, allein noch der Student ergötzendarf, ein Dampfschiff, das zu unseren Ehren festlich be-wimpelt war, und pflanzten unsere Verbindungsfahnenauf seinem Verdecke auf. Von beiden Ufern des Rheinesertönte von Zeit zu Zeit ein Signalschuss, durch den,nach unserer Anordnung, ebenso die Rheinanwohner alsvor allem unser Wirth in Rolandseck über unser Heran-kommen benachrichtigt wurde. Ich erzähle nun nichtsvon dem lärmenden Einzuge, vom Landungsplätze aus,durch den aufgeregt-neugierigen Ort hindurch, ebensowenig von den nicht für jedermann verständlichen Freudenund Scherzen, die wir uns unter einander gestatteten;ich übergehe ein allmählich bewegter, ja wild werdendesFestessen und eine unglaubliche musikalische Production,an der sich, bald durch Einzelvorträge, bald durch Ge-sammtleistungen die ganze Tafelgesellschaft betheiligenmusste, und die ich, als musikalischer Berather unsererVerbindung, früher einzustudiren und jetzt zu dirigiren