2. Gedanken und Bruchstücke aus denVorträgen: „Das griechische Musikdrama“und „Sokrates und die griechische Tragödie“.
(Ende 1869 bis Anfang 1870.)
i. Das griechische Musikdrama.
1.
Das Griechenthum hat für uns den Werth wie dieHeiligen für die Katholiken.
2.
Die griechische Tragödie ist von massvollster Phan-tasie: nicht aus Mangel an derselben, wie die Komödiebeweist, sondern aus einem bewussten Princip. Gegen-satz dazu die englische Tragödie mit ihrem phantastischenRealismus, viel jugendlicher, sinnlich ungestümer, diony-sischer, traumtrunkener.
3 -
Die Einheit des Ganzen ist nie ursprünglich auf derfrühesten Kunststufe angestrebt. Wodurch unterscheiden