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- d0N 1574 bis 1585 »
Hofnung, die um Freiheit kämpfenden Nieder-länder den Spaniern zu entreißen, um sich selbstihnen zum Herrn zu geben. Aber die italiänischenKünste wollten dem neuen Herzog von Brabantauf jenem Boden nicht gelingen. Wie mochtewohl auch Er sich neben einem Wilhelm von Ora-nten ausnehmen? Da dieser meuchelmorderischsiel, stund der Sohn CatharinenS bei denNiederländern schon in dem Credit, daß der ersteVerdacht der boshaften That auf ihn fiel. Dies-mal wahrscheinlich unverschuldet. Doch beklagtensich gewiß die Niederländer nicht, da der Tod un-vermuthet sie von der Furcht befreite, durch Franzselbst noch dem Herzog von Parma um jeden Preisverkauft zu werden.
Eben so wenig der Herzog von Guise. Dennjetzt war seinem Wagstück,den Thron von Frank-reich selbst zu ersteigen, nur moch Heinrich vonNavarra im Wege. Desto heftiger, desto raschermußte nun gegen diesen gekämpft werden. Miteinem mal erwachte die Ligue mit nie gefühlter Leb-haftigkeit. Die Grusen hatten jetzt dies durch Re-ligiosität zusammengekünstelte Werkzeug ihrer ehr-süchtigen Plane mehr nöthig, als je. Auch derSpanier, welcher am^nde alle Partieen überlistethaben wollte, fand jetzt fürs beste, jeden andernKroncvmperenten durch die Guisen so nachdrücklichzu bekämpfen, als wenn derPlander letztem einzigauch der Seinige gewesen wäre.
Noch nie war das Brandmal des Navarre-fers, die Ketzerei, so abscheulich schwarz erschienen,als seit man in ihm dem vermuthlichen Kronerbenerblickte. Jetzt sah man deutlich ein, daß für einenvom alleinseeligmachenden Glauben so freventlichZurückgefallenen, wie er war, nicht einmal beim
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