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[2] (1794) (1794)
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Mg. Um eher in Piemont zu seyn, und daselbstdie Prinzessen persönlich zu empfangen, reiste devPrinz zuerst ab, und sie, begleitet von dem Gros-prior ihrem natürlichen Bruder, der Herzogin vonVendome, und vielen andern Herrn und Damenfolgte ihm in kleinen Tagrcisen, und wurde auf ih-rer Reise in den Städten deS Reichs mit den ihremStand gebührenden Ehrenbezeugungen empfangen.

Vor ihrer Abreise von Hof hatte man die Au-gen auf den Marschall geworfen, um sie zu beglei-ten, und bey dieser Gelegenheit die Honneur vonFrankreich zu machen; weil aber die Großen desReichs und die Prinzen selbst darüber eifersüchtigwurden, so wurde für gut befunden, dieß Geschäft ,dem Grosprior aufzutragen, der vom Hause war,und allem Streit darüber ein Ende machte.

Als die Prinzessin eine Meile von Grenoblewar, fand sie den Marschall, die Parlements» undFinanzbeamten und die Burger in drey abgesonder-ten Korps, und unter ihnen eine große Menge Adel»Nachdem die Reden durch alle Korps an sie gehaltenwaren, setzte sie ihren Weg fort, und als sie aufhundert Schritt von der Stadt kam, wurde sie durchfünfzehnhundert Mann von der Bürgerschaft salu-tirt, die unter dem Weg auf einer großen Wiese inSchlachtordnung gestellt waren. Als sie am Thorwar, das man mit allen bey feyerlichen Einzügengewöhnlichen Verzierungen ausgeschmückt hatte, tratDemviselle de Sillon ein sehr schönes Mädchen, alsNymphe gekleidet aus einer künstlichen Grotte hervor,hielt eine Anrede an sie, in Versen von meinemMachwerk, und überreichte ihr die Schlüssel derStadt. Auf dieß Kompliment folgte der Schall der

Trom-