Sechstes Kapitel.
La Valette stirbt. Einnahme von Beynesund andern Platzen in Provence.
Valette, der indessen dem Herzog keine Ruheließ, hatte, nachdem er ihm Binon weggenommenhatte, auch noch Rochebrune belagert; dieß war aberdie unglückliche Klippe, an der sein Glück ganz schei-terte; denn hier wurde er bcy seinem Geschütz durcheinen Schuß geködket: was Lesdiguieres so tief em-pfand, als man den Verlust eines Mannes empfin-den kann, den man vollkommen schätzt und liebt;denn sicher bestand zwischen la Valette und ihm einsehe enges Band, und eine mehr als brüderlicheFreundschaft. Es war ein sehe vollkommener Cava-lier; rin eifriger Diener des Königs; sehr tapfer;sehe großmüthig und von ganz besonderer Rechtschaf-fenheit. Provence betrauerte ihn auf eine den Ver-bindlichkeiten die ste seiner Gewogenheit und Tapfer-keit hatte, angemessene Art.
Unterdessen fürchteten der Parlemenkshof unddiejenigen vom Adel dieses Landes, welche cs mit demKönig hielten, der Herzog möchte irgend Vorkheil vondiesem Todesfall ziehen; und baten daher feyerlich Les-diguieres um Hülfe. Da ihn nun keine sehr drin-gende Angelegenheit in Dauphins zurück hielt, (woseine Ankunft die Entwürfe des Herzogs von Ne-mours vereitelt hatte) und der König ihm Befehl ge»geben hakte, aufs bäldeste nach Provence abzugehen,um daselbst für seine Angelegenheiten zu wachen: somachte er sich dahin auf den Weg 5 von mehrern sei-ner Freunde begleitet, wobey auch Blanjeu nicht fehl-