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genommen werden würde, so schikte er seinen Sekre-tär Florent mit einem Trompeter an sie, welche beydeihre Kleider und die Sättel ihrer Pferde ganz mit ge-schlagenem Blcy gefüttert hatten, und ein Felleisenvoll von Bleykugcln bey sich führten, das der Trom-peter hinten aufgepakt hatte. Nachdem sie im Haupt-quartier zu Montgardin, bey deu Generale» angelangtwaren, legt ihnen Florenc den angeblichen Vergleichvor, den sie unter gewissen Bedingungen annahmen.Er erhielt hierauf die Erlaubnis, sich in den Plaz zubegeben, um es denen, die darinn kommandirten, zuwissen zu thun, und ließ sein und seines TrompetersBley darinn, was die Belagerten in Stand sezte, sichnoch enuge Zeit zu halten. Als er am folgenden Tagwieder hcrauskam, erdichtete er einige Schwierigkei-ten, welche den Vergleich verhinderten, und wegenderen Auflösung er an Lcödiguieres zurükgeschikt wur-de , der nicht weiter von Vergleich sprach, als er sah,daß ihm seine List gelungen war.
La Valette und der Herzog von Epernon befandensich indessen sehr in Verlegenheit in Ansehung dieserBelagerung. Die Witterung war ausserordentlichschlimm, indem es dies Jahr ganz unausstehlich schnei-te und fror: Krankheiten rumirtcn ihre Truppen, be-sonders die Schweizer. Die Belagerten, wiewohl eSschon so weit mit ihnen gekommen war, daß sie Getrei-de zwischen zween Kieselsteinen zerreiben mußten, umMehl daraus zu machen, erhielten darum doch noch im-mer Vortheile über sie. Auch LcsdiguiercS beunru-higte überdies das sager sehr durch seine häufige Strei-fereyen. Als die Sachen der beyden Brüder so stun-den , gaben einige ihrer Edelleute, ohne daran zudenken, Veranlassung zu Eröffnung wirklicher Unter-handlungen , die sie aus dieser Verlegenheit zogen.
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