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zu la Rochelle Nachricht hatte, ihn daselbst einschlie-ßen oder wenigstens auf dem Rükweg aufheben wollte.Um dem zu entgehen verkleidete er sich in einen Bedien-ten, und ließ um sich noch unkenntlicher zu machen,einen Mantelsak auf sein Pferd paken. In diesemAufzug trat er denn seinen Rükweg nach Guyenne an,und sah sich genöthigk, durch die feindliche Armee zupassiren, die sich in der Gegend umher auSgebreitethatte. Ein unvcrmutheter Zufall hatte sie aber unter-wegs beynahe verrathen und in Unglük gebracht. EinSoldat nehmlich aus Dauphin- der Lesdiguieres un-erachter seiner Verkleidung erkannte, schrie ihm imVorüberrcutcn zu: „Adieu Herr von Lesdiguieres, ge-„hcn Sie nur, ich kenne Sie recht gut." Lesdiguie-rcS wollte zu ihm sagen, er irre sich in der Person,überlegte aber noch, daß es sichrer sey zu schweigen,als sich auf eine Antwort einzulassen, und machte alsodaß er mit seiner Gesellschaft ausser den Vorpostenaber an abgelegene ihnen unbekannte Oerter wegkam.
Darüber war die Nacht eingebrochen, und derKönig erkundigte sich, ob man nicht ein Haus in derNahe wüßte, wo sie Nachtlager halten könnten. Essagte ihm hierauf jemand, eine Halbs Meile von dasey ein Edelhof, zum Unglük aber sey der Herr davonvon der Gegenpartei), und Lieutenant von der Gens-darmcnkompagnis des Herzogs. Dies hielt aber denKönig nicht ab, darauf zu zu reuten, indem er sichversichert hielt, daß der Edelmann, wenn er ihm ein-mal sein Wort gegeben hätte, ihm nichts zu Leid zuthun, es ihm auch halten würde. Er kömmt alsodahin, und entdekt sich ihm gerade heraus. Dieserschazte sichs zur großen Ehre, einen solchen Gast zuhaben, nahm ihn mit allem Respekt auf und bewirthe-te ihn vortrefiich.
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