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„Einige haben geschrieben, der Herzog von Sully,habe sich kurz nach der Aussöhnung des Herrn Grafen voaSoissonS und des Herrn Herzogs von Guise, freywilligin die Hände der Königinn, sowohl der Bastille als seinerFinanzoberintendsnkcnsteüe begeben. Andre sagen: da eralles, was er hätte, der Königinn angeboren habe, fty erbeym Wort genommen worden. Noch andre haben verschie.den davon gesprochen: und er selbst sagt das Geqentheil i»diesem Brief an die Königinn, der damals gedruckt wurde."Alerc. kr. an. l6n- Hierauf folgt ein Brief des Herr»von Sully an die Königinn, welcher sich nicht in den Memoi-ren Sullys befindet. Die iVIemoireg äe !s rsAence äsD/larie äe iVIeclicis k. I. ps§. ; 7 - sagen ebenfalls, daß Sullyselbst um seine Entlassung angesuchr, und daß ihm die Kö-nigin solche sehr ungern gegeben habe.
Wahrscheinlich liegt etwas Wahres bey beyden dieserMeynungen zum Grund; nämlich, daß Herr von Sullyohne Zweifel seine Stelle sehr gerne länger behalten hätte,wenn es noch mit demselben Ansehen hätte seyn können, wie-wol eS nie mit eben dem Vergnügen, wie unter dem vori-gen König gewesen seyn würde; daß aber die Bemühungen,Die er deswegen anwendete, die Königinn, die Großen undMinister ihm abgeneigt machten, und cS endlich auch ihmselbst enkleideten, als er sah, daß er sich umsonst darum be.mühte. Die Erzählung Matthieu'6 stimmt ganz mit dieserVorstellung überein, und paßt auch zugleich zu der Aussageunsrer Memoiren. „Der Herzog von Sully — sagt er —sah nach dem Tod Heinrichs des Großen wohl ein, daß erunter dieser neuen Regierung nickt das würde seyn können,was er unter der vorigen gewesen war, und daß die Feind-schaft des Herrn Grafen von SoissonS zu seinem Verderbenallsschlagen würde. Da man ihm bereits das Finanzfachentzogen hatte, riech man der Königin auch noch, ihm dieBastille zu nehmen. Man fand dieß so gewagt, daß mansagte: Heinrich der Große würde es nicht gechan haben, ausFurcht, die von seiner Religion möchten darüber empfindlichwerden. Indessen fand ste doch nichts als bereitwilligenGehorsam auf den Befehl, den ste ihm ercheilte, diesen Platz,ihrem Chevalier d'Honneur, Chateauneuf, zu übergeben.
Hätte