seine Zuflucht zu seiner Gnade, und bitte ihn aufs unter-würfigste um Verzeihung Der Fehler, die er gegen ihn be.gangen habe u. s w. Siri betrügt sich sicher, wenn eruns durch solche Züge Bewunderung für die Politik des neuenStaatsrachö bcybringen will. Man muß so sehr, wie dieserSchriftsteller gegen die Person Heinrichs IV. und gegen denHerzog von Süll» eingenommen und ein so groscr Anhängerder Spanier seyn, um Schritte zu billigen, die so weit vonder Rechtschaffenheit und dem Evelmuth entfernt sind, welcheFrankreich stets ausgeübt hat.
2z. Concino Concini, ein Italiener von niedrigerHerkunft, nach andern ein Florentiner von Adel, besserbekannt unter dem Namen des Marschal! d'Ancre, den er nach-her führte. Er war der vorzüglichste Günstling der Kö-uiqin Regentin, und wurde von ihr mir Gütern und Wür-den überhaust. Man sagte, er habe bey seiner Abreise vonFlorenz, einem Seiner Freunde, der ihn fragte, was er inFrankreich machen wolle, geantwortet: Glück oder Umkom-men, beydes traf ein. Er wurde im Louvre ermordetdurch Vikry am 24 August 1617. auf Befehl Königs Lud-wig XIU. und auf Anhalten der Großen. Der Haß widerihn machte, daß man ihn mit den schwärzesten Farben schil-derte; wenige haben den guten Eigenschaften » die er wirk-lich batte, Gerqchkiacheik wiederfahrcn lassen. Vielleicht hatteaber ^ie göttliche Gerechtigkeit beschlossen, den entsetzlichenMeuchelmord Heinrichs des Großen in der Person dieses Jta.lieners zu rachen, eines von Venen, welche am schwerstendavon rein zu sprechen sind, vorausgesetzt, daß der Mörderdurch einen fremden Beweggrund dazu angetrieben wordenWar Man ließ auch seine Frau umbringen, eben diese LeonoreGaiigai von welcher in diesen Denkwürdigkeiten oft genug dieRede war. Man wußte ihr keine andern Verbrechen vor.zuwerfen, als daß sie die Köniain , ihre Frau, behext habe.Ich habe mich, antwortete sie ihren Richtern. nie einer an-dern Zaubercy bedient, als meines Geistes. Ist eS dennso befremdend, daß ich die Königin damit beherrscht habe,welche gar keinen besitzt? — Der Cardinal von Richelieu, setztAmelot hinzu, verdankt den Anfang seines Glücks diesemWeib. Sie besaßen beyde den Zauber der Rede. In denGeschichten der Regentschaft Mariens von Medicis undLudwigs des XIII. muß mg» das suchen, was diesen
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