io. Ich habe nur zwey Augen und zween Füße —sagte ein andermal dieser gute Fürst — worinn bin ich dennalso verschieden von dem Rest meiner Unterkhancn, als dar-in» , daß ich die Gewalt der Gerechtigkeit in meiner Machthabe. Ebend.
n. Die Beschreibung, welche Perefixe S. 415. davonmacht, ist rührend. Als sich das Gerücht von diesem trau-rige» Vorfall durch ganz Paris verbreitet hatte undman mit Gewißheit erfuhr, daß der König, den man nurverwundet glaubte, wirklich tovt fty, brach das Gemisch vonHoffnung und Furcht das diese große Stadt bisher noch hin.gehalten hatte, plötzlich in lautes Geschrcy und fürchterlichesÄ-chzen aus; einige wurden unbeweglich und unmachtig fürSchmerz, andere liefen ganz auser sich auf den Straßen hinund her, mehrere umarmten ihre Freunde ohne ihnen etwasanders zu sagen, als: Ach welch ein Unglück! einige verschlos-sen sich in ihre Häuser, andere warfen sich zur Erde nieder.Mau sähe Weiber mit fliegende» Haaren, welche heulten undwehklagten. Die Vater sagten zu ihren Kindern: Waswird aus euch werden meine Kinder, ihr habt euren Vaterverlohn«! Die welche mehr Beftrgniß wegen der Ankunfthegten, und sich des schrecklichen Elends in den verstoßenenKriegen erinnerten, beklagten das Unglück Frankreichs undsagten, dieser traurige Stich, der durch das Herz des Königsgegangen fty, treffe das Leben aller guten Franzosen. Manerzählt, daß verschiedene so lebhaft davon gerührt wurden,Laß sie daran starben, einige gleich auf der Stelle, andere we.nige Tage hernach; kurz es schien nicht, als wenn es dieTrauer über einen einzigen Mann, sondern die über die Hälf-te aller Menschen gewesen wäre. Man hätte'sagen mögen,jeder habe seine ganze Familie, alle seine Haabe und alle seineHoffnungen durch den Tod dieses großen Königs verloh.ren. — Alle Könige und Fürsten, setzt der Geschichlschrei-her Matkhieu Hinz», beweinten seinen Tod. Im GefühlVer Wahrheit und des SchmerzcnS sagte der König vonSpanien: der größte Feldherr in der Welt fty gestorben. DieDeuelianer sagten: unser König ist tod. Ebend. 834 -
12. Man fühlt an der Art, womit sich hier durch,gängig der Herr Herzog von Sully ausdrückt, daß er sichverbunden hält, sich wegen eines Fehlers zu entschuldigen,Lessen man ihn bey dieser Gelegenheit beschuldigte. Man
sehe