Heinrichs und dem Proceß Ravaillacs spräche, (s. IVkemoriereconäits N. U- p 246. 276.) sondern weil er es so nach-läßig thut, und sich dabey so schlecht berichtet, oder selbstso parteyisch gegen die Regierungsgrundsähe und die Per-son Heinrichs des Großen zeigt, daß sein Zeugniß vonkeinem großen Ginvrcht seyn kann. Ich bemerke blos, daßer der Meynung ist, Ravaillac habe durchaus keinen Mit-schuldigen gehabt.
Acht und zwanzigstes Buch.
1. Franz Ravaillac war gebürtig von Angouleme,wo er Schulmeisterdienste that, und war damals —Z2. Jahre alt. Matthieu halt ihn für ein wenig ver-rückt. In dem Snm, den man gewöhnlich mit diesemWort verbindet, finde ich in allen seinen Reden im Gerfängniß und bey der Hinrichtung nichts , wodurch er zu die«ser Vermuthung berechtigt hätte, sondern blos Frechheit,Wuth und Verirrung des Verstandes. Donnerstags d. -7.May wurde er vor die Kirche zu U, L. Frauen geführt,wo er (im Hemde eine brennende Fackel in der Hand, undeinen Strick um den Hals) Kirchenbuße that, von da aufden Sandplah, wo er an Brust , Armen, Beinen rc. mitglühenden Zangen gezwickt wurde, und dabey das Messerin der rechten Hand halten mußte; seine Wunden wurdenmit geschmolzenem Bley, Oel und kochendem Pechharz be-träufelt ; er endlich mit Pferden zerrissen, die Stücken ver-brannt, und die Asche in die Luft gestreut. Das Volkwollte alle Augenblicke! wütend über ihn Herstürzen, umihn zu zerreißen, und weigerte sich, das 8slve zu singen.Er war ziemlich groß und beleibt, und von einem so star-ken Bau, daß die Pferde nicht im Stand waren ihn ganzzu zerreißen, und daher der Nachrichter ihn erst in Stückezerhauen mußte, welche der Pöbel durch die Stadt schleifteu. s. w. — M. s. die oben angeführte Geschichtschrei-ber. — Pasquier sagt, er sey weiblicher SeitS mit Pol-trot verwandt gewesen, der den Herzog von Guise ermor-dete. a. a. O. p. za. — Ich sehe nicht, daß das einigeWahrscheinlichkeit hatte, was Gur Potie im irr. Brief
Kk4 erzählt;