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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
515
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Bartholomäusnacht in Paris hinauslaufen sollten, unddaß die Ausführung bloS darum unterblieb, weil die Der-schwvrnrn, sobald sie ihren Hauptzweck erreicht hatten, undden König tsd sahen, eö für unnütz hielten, die Sachennoch weiter zu treiben.

Ich kann nicht umhin, hier von einigen Piecen zureden, die man in dem ^ome IV. des Journal l'Lwi-le» der neuen Auflage unter dem Titel pieces fusiisicali-ver findet. Einige betreffen die Sache und den Proceßder Coman und enthalten nichts oder doch sehr wenigmehr, als wir schon angeführt haben. Hier die andern.

Die erste ist eine Handschrift, welche der Verfasser indem Kabinet des ungefehr im Jahr i6zr. in den Nieder-landen verstorbenen Herzogs von Aumale (Karl von Loth-ringen, zwenter Sohn deS Claudius) gefunden zu habenbehauptet. Diese Handschrift, welche de» Jesuiten unddem, obschon damals gefangen sitzenden, Grafen von Au»vergne sehr viel zur Last legt, sagt: daß der Herzog vonEpernon, der in dem Wagen des Königs saß, „als erden König tödlich verwundet sah, ihm, das find seineeignen Worte, einen Messerstich in die Seite gab, umsein Leben desto geschwinder abzukürzen. Der Herzog vonMontbazon sah zwar diesen Stich, wie ihn Epernon thattallein er hütete stch wohl, etwas davon zu sage», alsTeilhaber an diesem Meuchelmord."

Die andere dieser Piecen führt den Titel: kesccmtrsZu Zuc ä'Lpernon et Ze ssrnu^ois knvnillac. ES wirddarinn behauptet, dieser Herzog habe stch zu Angoulemeden Ravaillac und zween andre von dessen Mitschuldige»verstellen lassen. Er und der Pater Cotton haben ihn zn-geredet, Heinrich zu ermorden, und zwar deswegen, weiler ein Feind des Papsts, des Königs von Spanien undder katholischen Religion sey, welche er in Europa abzu-schaffcn vorhabe. Nachdem sie stch hierauf eidlich dazu ver-bindlich gemacht, und das heil. Abendmahl aus den Hän-den des Pater Cotton empfangen batten, gab man jedemzwey hundert Thaler. Alsdann waren sie nach Paris gezo-gen, und weil sie da lange Zeit zugebracht, ohne einebequeme Gelegenheit zur Ausführung ihrer Unternehmungfinden zu können, hätten sie sich jeder noch hundert Lha»

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