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Jedes der Verspaare giebt eine Periode, in der beide Stimmenhomophon mit einander gehn; dann werden dieselben Worte in einemdritten Salz in kanonischer (übrigens natürlich leicht gehaltner)und nochmals in einem «eierten Satz in freierer Nachahmung vor-übergeführt und endlich wird mit beiden geschlossen. Dieser ganzezweite Theil der Arie (Allegro) mit seinen vier oder, den Schlussmilgerechnet, fünf Sätzen steht durchaus in Edur; Tonart, Flussund Bewegung, Aehnlichkeiten in der Gestaltung des Einzelnenund Stimmung machen ihn bei aller Mannigfaltigkeit des Inhalts zueinem einigen und feslzusammenbängenden; die vielgliedrige Formerinnert an eine Th. III, S. 510 betrachtete Motettenform.
Von hier aus sind
2. die mehr als zweistimmigen Solosätze,nämlich das Terzett, Quartett, Quintett n. s. w., so wie
3. das Gesang-Ensemble,
in dem zu mehrern Solostimmen auch noch der Chor tritt, fer-ner die meist noch umfassendem Zusammensetzungen verschiednerSätze
und
4. die Int ro d uk I i on,
5. das Final e,
die zur Einleitung und zum Schluss grösserer musikalischer Werke,z. B. der Akte und Theile von Opern, Oratorien u. s. w. dienenund in denen Solostimmen allein oder mit Chor verbunden Zusam-menwirken , nach ihrer formellen Beschaffenheit — und so weit sienoch in den Kreis unsrer Betrachtung gehören, aufzufassen.
In allen diesen Formen bestimmt der Text: welche Personenverbunden, welche abwechselnd oder gegen einander auftreten, obund wo der Chor sich ihnen unterstützend zugesellen, allein eintre-ten, zu den Solostimmen einen Gegensatz bilden, — ob und wozwischen dem Gesang reines Orchesterspiel für Zwischensätze, Ein-leitungen u. s. w. oder in selbständigen Ausführungen (z. ß. Mär-schen und Tänzen) eintreten soll; nach dem Texte bestimmt derKomponist, welcher Ausdehnung und Gliederung sein Werk für denInhalt bedarf, welcher Formen er sieh einzeln oder aneinander ge-reiht zu bedienen, wie er dieselben auszuführen und zu verketten,wie er die verseliiednen Sätze unter die Stimmen zu vertheilen hat.
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