Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
435
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Zweite A IHliei Iiiiiii.

Gesang mit Orches lerbe gleitung.

Die Lehre von der Gesangkoroposilion ist im siebenten Buche(Th. III. S. 341) begründet und nächst der elementaren Vorberei-tung über die Formen des Rezitativs und Arioso, des Lieds,mehrstimmigen Sologesangs in Liedform und mit Liedesinhalt unddes Chorliedes, daun des Chors, und zwar der Figuralformen,der Fuge und Motette erstreckt worden. Die Begleitung, -welchewenigstens füi einen Theil dieser Formen nöthig, für einen andernrathsam oder doch möglich, ward dem Klavier zugewiesen, oder,wenn auch ohne nähere Bestimmung, als eine dem Orchester zu-stehende gedacht. Diese Formen dienten, abgesehn von der ihneneignen Bedeutung auch als Vorstudien in der Auffassung des Tex-tes, Behandlung der Stimme, kurz für die Gesangkomposition.

Jetzt haben wir die Lehre der Gesangkomposition zu vollen-den, diejenigen Formen zur Betrachtung zu ziehen, die früher nichtzu vollkommner Erwägung und Ausübung hätten kommen können,,weil sie sich in der Regel im Verein mit Orchesterbegleitung dar-slellen und jedenfalls dazu dienen, den Verein von Gesang undOrchester zu zeigen und zur Anwendung zu bringen.

Es versteht sich von selbst, dass wir auch hier die früher an-erkannten Grundsätze anzuerkennen und anzuwenden haben. Vorallem wiederholen wir das Th. III. S. 368 Ausgespro,chne:

die Form aller Gesangkomposition bestimmtund entwickelt sich nach den vom Text gebo-tenen Verhältnissen.

Dieser Gedanke wird uns vom zweiten Abschnitt an durch allenoch abzuhandelnden Formen leiten , Formen übrigens, die sich ins-gesammt als schon bekannte erweisen.

Zuerst aber richten wir unsern Blick auf das wesentlich Neuedes jetzigen Lehrabschnitts, auf die Vereinigung von Gesang undOrchester.

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