Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
351
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dür - re

Wiesen

wel - ke Blu-men

sehen wir den Schluss des Ritornells und den Anfang des Gesangsund nach dem ersten Abschnitte des letztem jenes einzige den Blä-sern gestattete Wort. Es kommt noch einmal (wiederholt) im Ri-tornell und zum letzten Mal (ebenfalls wiederholt) in der Mitte derArie beim Wiederanfang vor und sonst nirgends. Ueberall sonstist nur Begleitung des Streichorchesters. Die Bläser wären weg-zulassen gewesen, wenn das rein musikalische Gefühl sie nicht be-gehrt hätte; sie konnten mehr oder es konnten deren mehreregebraucht werden, wenn nicht der Sinn der Situation ausschliesslichoder doch im entschiedensten Uebergewicht Bogenwirkung verlangthätte. Wenn unmittelbar darauf ,,der kühlende Schirm des dun-keln Hains willkommen geheissen wird, treten zu den Saiten gleichFlöte, Oboen, Fagotte, Hörner in erfrischendem Anhauch auf.

Sobald nun der Zutritt von Bläsern feststeht, ergiebt sich daszweite Bedürfniss, das wir als

2. Gleichgewicht der Tonlagen

bezeichnen wollen. Das Streichquartett besetzt für sich allein Höhe,Mitte und Tiefe des Tonsystems; allein es wirkt als ein besondrerChor. Sobald Bläser zutreten, bilden sie einen zweiten wohl un-terscheidbaren Chor, für den wir ebenfalls verbällnissmässige Be-setzung der Tonlagen wünschen müssen. In der Regel wird manalso gern tiefe und hohe Bläser, mithin (nach deren schon S. 114festgesetzten paarweisen Stellung) wenigstens ein tiefes und einhohes Bläserpaar zusammenstellen, um den Bläserchor in sich sel-ber nach Höhe und Tiefe ebenmässig auszubilden. Man wird also gern