Zur zweiten Ausgabe.
Zwischen ihr und der ersten liegen jahrhundert-schwere Jahre des Ringens im Schoosse der europäischenVölkerfamilie; eines Ringens, — noch ohne Entscheidung,wohl aber stark durch die Zuversicht: dass sich erfüllenmuss, was das erkannte Bedürfniss der Völker ist5 dassder wahre und gerechte Fortschritt jetzt so wenig aus-hleiben kann, wie jemals} dass er, wie jederzeit, durchHemmung nur gestärkt und gesichert wird.
Diese Ueberzeugung ist die Stütze des Verfassers undseines Wirkens} denn alle Lebens- und Wirkenskreisesind enthalten im Lebenskreise des Volks und vom Zu-stande des Volks unbedingt abhängig. Ein edles Volk alleinist der Kunst würdig} ein sich erhebendes allein hat ge-rechte Aussicht, seine Kunst aus der Asche ausgelebterZustände neu auf goldnen Phönixschwingen der jungenSonne sich entgegenllügeln zu sehn.
Der wahren Kunst von Anfang an zu eigen gegeben,widmet sich diese Lehre denen, die Glauben und Kraftfür die Zukunft in sich tragen, furchtlos und freudig seihstzeitige Hemmung — müsst’ es sein, selbst Rücktritt derKunst ertragend, wenn der Fortschritt, der den Völkern