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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
347
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! Die Graubündter entschlossen sich endlich, beynahe! eben so respekcswidrig gegen die Spanier zu verfahren,nachdem sie sie lange genug geschont hatten. Die Be-mühungen der Aufwiegler unter ihnen, da§ ganze Landunter spanische Bolmäsigkcit zu bringen, und alle Re«formirte daraus zu vertreiben, brachen endlich in einemwürklichen Aufstand aus, wobey der Senat entdeckte,daß der Graf von Fuenteö den Beschoss von Churund seine Anhänger durch zwecn Pensionäre von Spa-nien, welche für alle buffen mußten die Hauptrollehatte spielen lassen. Diese wurden eingezogen und demweltlichen Arm übergeben, welcher geschwinde und exem-plarische Gerechtigkeit an ihnen übte. Die Bündnerließen zu- gleicher Zeit die Artikel von Mailand öffent-lich zerreißen, das einzige Band, das sie noch an Spa-nien hätte binden können, und bestättigten feyerlich ih-ren Bund mit Frankreich und Venedig. Nach diesemstarken Schritt fühlten die Graubündter, daß sie mehrals je des Raths und Beystands Sr Majestät benö-thigt wären. Der Eilbote, der um beydeS ansuchte,indem er diese gute Neuigkeit brachte, brauchte nur sechsTage zu seiner Reise aus dem Innern von Veltlin.

Wiewol derGrafvonFuentes öffentlich von nichts alsRache für den seinemHerrn angelhanen Schimpf sprach,undgroßeAurüstungenin Teutschlandundder Schweitzvorgab, beunruhigte man sich darüber in Frankreichnicht, wo man überzeugt war, daß, wenn er dnrch allediese leere Drohungen nur einen Schluß in der Velc«fchen Sache Hintertreiben konnte, er nur sehr schwachauf die zween Pensionäre und die zerrissenen Artikelndringen würde. Der Kaiser hatte genug für sich zuthun. Da er den Protestanten in Siebenbürgen dieGewissensfreyheik nehmen wollte, hatte sich einSieben-hürger Bostkay an ihre Spitze gestellt, und die kaiser-lichen