der bürgerl. Unruhen in Frankreich rc. xm
ne, sonst ein erbitterter Feind der Hugenotten,glaubte sich von dem Hofe vernachläßigt, und seinEhrgeiz war empfindlich gereizt, daß andre in die-sem Krieg sich Lorbeern sammelten und andre denKommandostab führten, den er doch als ein Erb-stück seines Hauses betrachtete. Selbst in derBrust des jungen Königs und der ihn zunächstumgebenden Großen hatten die glänzenden Suc-cesse des Herzogs von Anjou, die doch gar nichtauf Rechnung des Prinzen gesetzt werden konn-ten, Neid und Eifersucht angefacht. Der ruhm-begierige Monarch erinnerte sich mit Verdruß, daßer selbst noch nichts für seinen Ruhm gethanhabe;die Vorliebe der Königin Mutter für den Herzogvon Atyou, und das Lob dieses begünstigten Lieb-lings auf den Lippen der Hofieute beleidigte seinenStolz. Da er den Herzog von Anjou mit guterArt von der Armee nicht entfernen konnte, so stell-te er sich selbst an die Spitze derselben, um sichgemeinschaftlich mit demselben den Ruhm derSiege zuzueignen, an welchen beude gleich wenigAnsprüche hatten. Die schlechte Maaßregeln,welche dieser Geist der Eifersucht und Jntrigue diekatholischen Anführer ergreifen ließ, vereitelte alleFrüchte der erfochtenen Siege. Vergebens be-stand der Marschall von Tavannes, dessen Kriegs«rrfahrung man das bisherige Glück allein zu ver-danken hatte, auf Verfolgung des Feindes. Sein
Rath