der bürgerl. Unruhen in Frankreich rc- xr
erlebt. Die Prinzen von Bourbon rettete mannoch während der Schlacht nach Saint Jean-d Angely, wo sich auch der geschlagene Colignymit dem kleinen Ueberrest der Truppen ein-fand. Von einem fünf und zwanzigtausend Mannstarken Heere konnte er kaum sechstausend Mannwieder sammeln; dennoch hatte der Feind wenigGefangene gemacht. Die Wuth des Bürger-krieges machte alle Gefühle der Menschlichkeitschweigen, und die Nachbegier der Katholischenkonnte nur durch das Blut ihrer Gegner gesättigtwerden. Mit kalter Grausamkeit stieß man den,der die Waffen streckte und um Quartier bat, nie-der; die Erinnerung an eine ähnliche Barbarey,welche die Hugenotten gegen die Papisten bewie-sen hatten, machten die letztem unverjöhnlich.
Die Mutlosigkeit war jetzt allgemein, undman hielt alles für verloren. Viele sprachenschon von einer gänzlichen Flucht aus dem König-reich, und wollten sich in Holland, in England,in den nordischen Reichen ein neues Vaterlandsuchen. Ein großer Theil des Adels verließ denAdmiral, dem es an Geld, an Mannschaft, anAnsehen, an allem, nur nicht an Heldennutthfehlte. Sein schönes Schloß und die anliegendeStadtChatillon waren ungefähr um eben dieseZeivon den Königlichen überfallen, und mit allem,