Vln Fortgesetzte Uebersicht
diesen Anstrengungen einen einzigen Vortheil er-kaufen/ oder die Standhaftigkeit der Belagertenermüden zu können. Vielmehr zeigten diese durchwiederholte Ausfälle, wie wenig ihr Muth zu er-schöpfen sey. Ein reicher Vorrath von Kriegs-und Mundbedürfniffen, den man Zeit gehabthatte, in der Stadt aufzuhäufen, setzte sie inStand, auch der langwürigsten Belagerung zutrotzen, da im Gegenrhcil Mangel, üble Witte-rung und Seuchen im Lager der Reformirten baldgroße Verwüstungen anrichteten. Die Ruhrraffte einen großen Theil der Deutschen Kriegs-völker dahin, und warf endlich selbst den Admiralvon Coligny darnieder, nachdem die meisten un-ter ihm stehenden Befehlshaber zum Dienst un-brauchbar gemacht waren. Da bald darauf auchder Herzog von Anjou im Feld erschien, undLhatelierault, einen festen Ort in der Nachbar-schaft, wohin man die Kranken geflüchtet hatte,mit einer Belagerung bedrohte, so ergriff der Ad-miral diesen Vorwand, seiner unglücklichen Unter-nehmung noch mit einigem Schein von Ehre zuentsagen. Es gelang ihm auch, den Versuch desHerzogs auf Chatellerault zu vereiteln, aber dieimmer mehr anwachsende Macht des Feindes nö-thigte ihn bald, aufseinen Rückzug zu denken.
Alles vereinigte sich, die Standhaftigkeit die-ses großen Mannes zu erschüttern. Er hatte we-nige