Druckschrift 
[4] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
384
Einzelbild herunterladen
 

Z84

Eitelkeit, so will ich sie so erzählen, wie man sie in der8?pkeu. findet. ,,De Vic, Viceabmiral von Frankreich,,,gierig, bald nachdem er vor Dover, wo er einen Theil vondem Gefolge des Herrn von RoSny ans Land gefitzt hat-te, vor Anker gelegen war, wieder unter Seegel, umnach Calais zurückzukehren; und da er nahe an demJagdschiffe vorbcykam, ließ er, weil sich Herr vonNoeny noch darauf befand , die Flagge streichen, undmit einem Kanonenschuß grüßen, worauf die Flagge so.gleich wieder aufgcsieckt wurde. Als der englische Kapj.tan auf dem Jagdschiffe die französische Flagge we«Herr sah, befahl er seinen Leuten, auf den französischenViceadmiral zu schießen, indem er schwur, keine andreFlagge als die englische im Ocean zu leiden. Sogleichwurde eine Kanone auf daS Schiffkosgebrannt, auf demsich der Herr de Vic befand, der nach der Ursache frag,te; nachdem er sie erfahren hatte, rüstete er sich zurGegenwehr. Herr von Rosny beschwerte sich darüber dendem englischen Schifshaupkmann, und hielt sich dadurchfür beleidigt, daß er hatte schi- ßen lassen: allein er sprachmit einem unverständigen Menschen, der ihm nur mit Zornund Wuth antwortete. Er mußte daber itzt dem Stärker»nachgrben, und gab dem französischen Vice - Admiral e>nZeichen seine Flagge zu streichen, was er auch tbak. Alsder Herr de Vic nach der Ursache fragte, antwortete ihmder engfische Admiral, daß sein Herr der König von Eng,lattd das nicht guthieße, was der Schiffshauptmann sichherausgenvmmen hätte, bat ihn seine Unbesonnenheit zuentschuldigen rc. und versicherte, daß es nicht wieder ge.schehen solle. Diese Antwort hob die Empfindlichkeit überdiesen Vorfall.^ Ldron 8e>pk. u. l)k- Dkou än. l6c>Z. DerKardinal von Richelieu bedient sich ni fini. m politischen Testa,ment dieses Benspiels, um Ludwig dem Dreyzehnten zu bewei,sen daß er eine starke Seemacht haben muffe.Die Kanonen-kugeln, sagt er, trafen mit demSchiffzugfiick auch die Her,zen der guten Franzosen. Wenn die Worte des Königs Ja.kob höflicher waren, «o hatten sfidoch keine andere Wir.kung, als den Herzog zu vermögen, aus seiner Klugheit Be.

,,friedigung zu ziehen, indem er sich stellte, als ob er gehelltwäre, da seine Wunde noch schmerzte und unheilbar war.Der König, Ihr Vater, mußte sich bey dieser Gelegenheitebenfalls der Verstellung bedienen, doch mit dem Vor,

s«S,