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[4] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
354
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unter allen Herren seines Hofs gewählt, ihm Charlottende !a Mark, Oberherrin von Sedan, über deren Hand erLn'pvniren kennte, zur Gemahlin zu geben. Der zweyte,Karl von Valvis, Graf von Auvergne und Herzog vonAngouleme, war vom Könige sowohl wegen Karls iX,dessen Sohn er war, als wegen Henriette von Emragucs,Maroune von Vernein!, seiner Mairresse, deren Bruderor war, beständig mit Gunstbezeugungen überhäuft worden.Beyde vergaßen, was sie hatten, und durch wen sie esbesaßen. Sie dachten nur darauf, sich immer mehr zu er-werben. Der Herzog von Bouillon branme vvr Begierde,seine Herrschaft zu vergrößern, und glaubte hierzu nurdurch Erneurung der Unruhen gelangen zu können. DerGraf von Auvergne hatte das Projekt gemacht, die Kro-ne auf seine Familie zu bringen, und der K önigin Frucht-barkeit schien ihm kein Hindernis, welches chm hieben imWege stünde. Maria von Mcdicis hatte r.rch:m ersten«Mre ihrer Vermahlung den König zum Vater eines Dau-phins gemacht. Dies Glück hielt den Monarchen nicht ab,sich dem Eigensinn einer flüchtigen Liebe zu überlassen.Seine vielfachen und wenig geheimen Untreuen verursach,len der Königin Kummer; sie verheimlichte ihm auch ih.ren Unwillen nicht. Von der Feit an entstunden Kaltsmnund Stichrleyen, die in einem Privathanse ohne solche Fol-gen geblieben waren, am Hofe eines Königs aber auf dasSchicksal des Reichs Einfluß hatten. Henriette von En-tragues hatte dem Könige auch, und noch eher als dieKönigin, einen Sohn gegeben. Sie behauvtere nur un-ter der Treue eines Ehevcrsprechens,'welches älter alsMariens Bevlager wäre, Mutter geworden zu sein. EbenLa die Vermählung gefeiert ward, hatte sie zu Lyon Ein-spruch qethan, worauf man aber nicht achtete. JudeßglaubteVie nichts desto weniger ihrem Sohne die Reckte,die sie geltend machen könnte, versichert zu haben. Vorallen Dingen mußte des Königs Vermahlung für ungültigund der Dauphin für unrechtmässig erklärt werden; einschimärisches Projekt; aber was macht die Begierde zurealeren und eine Nebenbuhlerin zu stürzen nicht glaublich?Henriette wandte zu ihrer Befriedigung die Waffen desschwacher« Geschlechts, Reitze und Bosheit an. Durchdie erstem erhielt sie den König tyrannisch unter ihrer Herr-schaft- und die letztere diente ihr, ihn von seiner Gemah-