Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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614
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III.

Aus Seb. Bachs ^dur-Messe. *)

Christe e-leison, e - lei - - - b oii, e-leison,Christe,Christe e-

-ß -ß -ß

*- *

lei - son, Christe e

lei-son,

son, Christe

ste, Christo e -

') Es ist dieser Satz eines der merkwürdigsten Zeugnisse, wie die ausdem innerlichen Gefühl des Künstlers geborne Idee mit der Kunslform, die be-reits rorhnnden gewesen, dem Künstler überliefert, von ihm erlernt ist, invollkommner Einheit und Untrennbarkeit bestehen kann. Wer keine Ahnungvon der hier zum Grunde liegenden Form hat, sondern nur einen naturalistischenaber empfänglichen Sinn mitbringt, wird, wenn er sich in eine dieser Stimmenhineinsingt, den Adel, die Anmuth und Frömmigkeit dieses Gesangs in dereinzelnen Stimme tief empfinden müssen. Treten nun die übrigen Stimmen her-zu, so wird ihn die Vorstellung erwärmen, wie sinnig, wie einheits- und dochwechselvoll hier vier Stimmen das Gebet zu dem Einen erheben, in dem ihreHerzen Eins sind. Dabei wird ihn der ähnliche Eintritt der Stimmen, dieNachahmung in Bass und Alt im siebenten Takt und die Wiederkehr derselbenin Tenor und Diskant, Alt und Flöten reizen, und nun endlich sich ihm