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Form scheint für sich selbst ungünstig, aber sie führt uns auf diegünstigsten Bildungen. Wollte man nämlich alle drei Subjekte ein-zeln durchführen, so würde es wenigstens dreier Durchführungenbedürfen, ehe man an die Tripelfuge selbst käme. Und wie sollteder Modulationsplan ausfallen? Alle drei Durchführungen im Haupt-ton festhalten, also sechs Mal auf der Tonika und sechs Mal aufder Dominante auftreten, wäre zu monoton. Nicht viel besserwürde es, wenn man die dritte Durchführung auf die Dominantestellte, die in den ersten schon vier Mal gebraucht worden. Manmüsste also die zweite Durchführung auf die Dominante, die dritteDurchführung in eine dritte Tonart stellen, und würde sonach un-stät aus einer Tonart in die andre geschoben. Wir thun also
Viertens am besten, zwei Themate vereinigt, wie in derDoppelfuge, auftreten zu lassen, das dritte aber vor- oder nachherfür sich allein. So haben wir nur zwei Durchführungen aneinan-der zu hängen, deren eine schon entschieden über die einfacheFuge hinausgeht.
Eine Anwendung dieser Form findet sich in einer Kompositiondes ersten Psalms’) für Männerchor. Es ist der bereits S. 496angeführte Text. Hier wird zuerst das erste Glied des Textes zudiesem Thema:
als einfacher Fugensatz mit Begleitung eines gehenden Basses durch-geführt vom ersten Bass, ersten, zweiten Tenor und zweiten Bass.Da dieser Satz nachher der Durchführung der beiden andern Sub-jekte Platz machen muss, so ist er weit (durch 28 Takte) ausge-fiihrl und es hat sich ihm noch ein Seitengedanke, der jedoch nichtals eignes Thema geltend wird,
aus den Zwischen- und Gegensätzen angescblossen. Nach ihm trittnoch einmal (die Durchführung ist also eine übervollständige) dasThema im zweiten Bass auf der Unterdominante ein und führt zumSchlüsse des Satzes
') Vom Verf., bei Wagenführ in Berlin herausgegeben.
Wohl dem,der nicht wandeltim Rath
der Gott-lo- sen
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wohl dem,
der nicht wan
delt