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eine Stimme auf das Eingreifen oder Mitwirken der andern berech-net wird, während man bei dem allmähligen Erfinden einer Stimmenach der andern leicht dahin kommt, den ersten Stimmen alles We-sentliche zuzuertbeilen und für die spätem dann nichts als Ueber-flüssiges oder Gezwungenes übrig zu behalten. — Der vorstehendeSatz ist ursprünglich dreistimmig erfunden, wie er in No. 688steht: die vierte Stimme ist später zugesetzt.
Zweiter Abschnitt.
Der mehrstimmige Kanon.
Das Wesen des Kanons, und die Weisen, ihn zweistimmig zubilden, haben wir bereits S. 445 erkannt. In gleicher Weise, aufden Grund des drei- oder vier- und mehrfachen Koutrapunkts derOktave,’werden nun auch drei-, vier- und mehrstimmige Kanonsverfasst.
Entweder stellt man einen einstimmigen Satz auf (oder entlehnteinen solchen, nimmt eine gegebne Melodie) und erfindet nach denGesetzen des Kontrapunkts der Oktave eine zweite, dritte Stimmeu. s. w. dazu. Oder man erfindet sogleich einen drei- oder mehr-stimmigen Satz, dessen Stimmen nach den Gesetzen des Kontra-punkts der Oktave umgekehrt werden können.
Hier stellen wir den Entwurf eines solchen dreistimmigenSätzchens auf.
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So weit ist, wie man sieht, das Verfahren kein andres, alsdas S. 483 für den drei- und vierfachen Kontrapunkt gezeigte.Nun aber soll der Kanon einen fortlaufenden Gesang bilden, der ineiner Stimme anfäugt, und die andern Stimmen nach sich zieht.Wir wählen also aus dem Entwürfe denjenigen Satz, der am besten für sich allein bestehn kann; es wird im obigen Falle No. 1