Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
482
Einzelbild herunterladen
 

482

691

692

htf-51

-1-1-||i--- J -

WJ f

> 'y# m -p* | m jj* w 4 w j

H

1.

? , jr"Im

-5 1

"'S _ - _ I_- 9 9

- ß. - ß-f-ß 0-1-F-1 f~ ß --- r-* 2 - -i

C

i.

-n, i ,

y- - r ,- T~ -

_ 9-0 - rj_ ^

-i-^lJ

-Lbf-wtE -

abgesehen davon, dass jede der drei Stimmen auch einzeln, dassferner die erste mit der zweiten oder mit der dritten, oder diezweite mit der dritten allein, auftreten könnte.

Ein vierfacher Kontrapunkt wird folglich vier und zwanzig,ein fünffacher gar hundert und zwanzig verschiedne Kombinationen oder dreiundzwanzig und hundert neunzehn Umkehrungen zulas-sen ; man kann dieselben nach obigem Schema leicht ausfindig ma-chen. Der in No. 639 mitgetbeilte Satz hat sich unabsichtlich sogestaltet, dass die vier Stimmen nach dem vierfachen Kontrapunkt,also drei und zwanzig Mal umgekehrt werden könnten. Nur wür-den an mebrern Orlen Kreuzungen der Stimmen eintreten, wennman nicht die Stimmen da um zwei Oktaven versetzte.

Allerdings wird selten oder nie ein dreifacher oder gar vier-und mehrfacher Kontrapunkt mit allen Umkehrungen in einem Ton-stücke zur Anwendung kommen; selbst ein viel gehaltvollerer Satz,als der in No. 688 als Beispiel hingegebne würde nicht einesechsmalige Durchführung werth sein. Allein es ist einleuchtend(S. 425), wie wichtig uns ein Satz auch nur durch drei oder vierabweichende Darstellungen werden kann, und wie erspriesslich esist, aller Stimmen so ganz mächtig zu sein, und alle Kombinatio-nen derselben so sicher zu überschauen, dass man über das Besteund jedes Mal Anwendbarste sicher gebieten kann. Auch haben wirin allen bisherigen Formen gesehn, dass ein Satz, etwa der Haupt-gedanke eines grössern Ganzen, nicht gerade ununterbrochen, abernach Zwischensätzen mehrmals wiederholt wird. Wie erwünschtkann uns da oft die Möglichkeit sein, der Wiederholung durch Um-