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Auch diese Form ist seltner anwendbar oder künstlerisch nolh-wendig. Der stärkste Gegensatz, den es geben kann, bleibt derzwischen Fuge und Choral, um so stärker, je einfacher und klarerer heraustritt. Dass die Fuge dem Choral gegenüber eine Doppel-fuge sei, ändert das Wesen dieses Gegensatzes nicht und steigertes nicht einmal, verdunkelt es vielmehr, indem wir neben den bei-den Hauptparlien und ihrem Gegensätze noch einen untergeordnetenGegensatz, den der beiden Subjekte, zu fassen haben.
Und so scheint es auch im Wesen der Sache zu liegen, dass
3. der durckfugirte Choral.
niemals oder selten die Form der Doppelfuge annimmt. Denn beiihm kommt es darauf an, eine Choralstrophe nach der andern indie' Fugenform eintreten und durch sie zur höchsten polyphonenHerrschaft gelangen zu sehn; ein neben den Strophenthematen er-scheinendes zweites Subjekt würde diese Herrschaft beeinträchtigen,ohne wesentlichen Gewinn zu bringen, da man nicht wagen könnte,die verschiednen Choralstrophen so weitläufig durchzuführen, als dieDoppelfuge erfodert.