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2 (1847)
Entstehung
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an eine der günstigem, sich hier darbielendcn Formen; es ist dieZufügung eines gehenden Basses zu den zwei kontrapunktischeuStimmen. Eben so könnte zwei tiefem Stimmen eine figurirteOberstimme (ein sogenannter Kontrapunkt) zugefügt werden. DasNöthige über diese Formen ist schon S. 219 ausgesprochen.

C. Die Choralßguration im doppelten Kontrapunkte.

Wollen wir die Schreibart des doppelten Kontrapunkts auf denChoral anwenden, so bieten sich folgende Formen zunächst dar.Es kann

1. der Cantus firmus mit einer kontrapunktischenGegenstimme

zusammengestellt werden, wie wir bereits an einem leichten Bei-spiel in No. 631 gesebn haben.

So wenig man sich darauf einlassen möchte, alle Stimmungenund Gestalten, die dem Komponisten kommen können, vorauszu-sehen, so scheint es doch, als wenn diese Form nur selten künst-lerische Veranlassung haben dürfte. Denn in ihr drängt sich, dader Cantus firmus gegeben ist, die ganze schöpferische Kraft indie einzige Gegenstimme, und diese wird sich um so bewegter undenergischer entwickeln, je mehr die andre Stimme in der gleich-müthigen, wenig rhythmischen Choralweise verharren muss. Mankönnte hiernach auf die Vorstellungen eines kühn opponirendenBasses, einer leicht oder schmeichelnd umgewundnen Oberstimmegeleitet werden. Aber nun ist noch die Umkehrung zu erwarten,und es fragt sich, ob der vielleicht glücklich erfundne Bass ebenso karakteristisch als Oberstimme, oder diese als Bass dienen kann.Und selbst dann fragt es sich, ob die Erfindung so viel Bedeutunghat, für zwei Darstellungen desselben Chorals zu genügen, nämlichfür die erste und für die Umkehrung.