Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
394
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Erstens wird es dem Ganzen grössere Mannigfaltigkeit undden stärksten Stellen grössere Kraft zu Wege bringen, wenn nichtüberall mit allen Stimmen gearbeitet wird, wenn man zur rechtenZeit sich mit dreien oder zweien begniigt, um dann mit, frischenKräften ausgeruhter Stimmen und in vollem Satze fortzuschreiten.Man erhält damit einen Wechsel zwischen zwei, drei und allen,zwischen hohen und tiefen Stimmen u. s. w. Nur auf eine einzigeStimme darf der Fugensatz nicht leicht auf längere Zeit zuriickge-führt werden (den Anfang ausgenommen), weil Einstimmigkeit

der Idee der Fuge widerspricht. Schon bei dem Entwürfe muss

darauf Bedacht genommen werden, dass hin und wieder wenigerStimmen genügen können.

Eine solche Stelle findet sich in unserm Entwurf aus dem vier-ten Abschnitte Takt 17 und 18, wo jedenfalls der Diskant schwei-gen kann, wenn nicht Takt 18 bis 20 auch der All. Letzterer

findet auch Takt 25 einen kleinen, und ersterer Takt 29 bis 32einen grossem Ruhepunkt, so wie der Tenor Takt 14 und 27;wogegen dem Basse höchstens Takt 10 eine kleine Ruhe gegönntwird, eine der Unvollkommenheiten unsers Entwurfs, der erstTakt 21, 24 bis 26 durch kleine Pausen einigermaassen abgehol-fen wird.

Zweitens ist besonders vor dem Eintritte des Themas einAbbrechen der Stimme erwünscht, um das Thema frischer eintretenzu lassen. In dieser Beziehung sind in der zweiten Durchführungdie Eintritte des Tenors und Diskants wohl bedacht, der Bass,der am einfachsten, aber auch ununterscheidbarsten so

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hätte in das Thema treten können, ist wenigstens durch eineabsetzende Achtelpause einigermaassen für den Eintritt des Themasvorbereitet. In der dritten Durchführung ist der Eintritt des Te-nors am meisten , der des Basses einigermaassen durch Pausen be-günstigt, der des Alts gar nicht; man wollte nicht beide Oberstim-men gleichzeitig abbrechen.

Wo nun eine Vorbereitung durch Pausen nicht thunlieh ist,sucht man den Eintritt des Themas wenigstens durch einen auffal-lendem Melodieschritl zu bezeichnen , sollte man auch die Stimmedarum in die höhere, oder tiefere Oktave des Anfangstones leiten.Jener Alteinsatz würde vollends unkräftig w'erden, wenn man dieStimme diatonisch auf das Thema los führte, wie hier bei a