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2 (1847)
Entstehung
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und Beethoven, aufzufiihren, die dieser Form angehören, und siebald in weiterer nnd reicherer Ausführung, bald enger zusammengehalten darslellen.

Nur übersehe man nicht die Bedingung, an die das wahre Ge-lingen geknüpft ist. Sie ist

die gleichzeitige Erfindung aller Stimmen (der Ober-und aller Unterstimmen) wenigstens ihrem wesentlichenInhalte nach,

wie der Entwurf oben zeigt. Bekanntlich haben wir schon im er-sten Buche die Mittel erhalten, eine gegebne Melodie erst mit Ak-korden zu versehen, dann die Begleitung immer lonvoller und figu-renreicher auszuführen. Dies war damals eine fördernde Uebung;hier aber würden wir damit nicht zu einer lebendigen Komposition,sondern höchstens zu einer Melodie mit gekünstelter gedrehterBegleitung gelangen, und die Begleitungsslimmen würden die Haupt-stimme eher stören und verdunkeln, als unterstützen.

Die Ausführung des Entwurfs kann keine erhebliche Schwie-rigkeit haben; auch die Untersuchung, wie die Form hier ausge-führt ist und Eins auf das Andre geführt hat, kann jedem Einzel-nen überlassen bleiben. Man erkennt leicht, dass im vierten Taktein Vordersatz schliesst und iin achten Takt eigentlich der Schlussdes ersten Theils im Paralleltone zu erwarten gewesen wäre, oderdoch die Neigung zu diesem Schluss angeregt war. Statt dessenschreiten die Stimmen unaufgehalten weiter und schliessen im zwölf-ten Takte, wenn auch unvollkommen, in der Tonart der Dominante.Man hat also im Grund ein Tonstück von drei Theilen vor sich; dererste Theil schliesst (oder will vielmehr schliessen) im achten, derzweite im zwölften Takt, der dritte Theil wiederholt wenigstens denAnfang des ersten und macht dann seinen eignen Schluss. Nur sindalle drei Theile enger als sonst aneinander geschlossen und räum-lich beschränkt, wie es Stimmung und Motiv und der Raumdes Buchs vorschrieben. Das Uebrige versteht sich von selbst.

Soviel von diesen Bildungen, die ihr Entstehen der oberfläch-lichsten Anschauung der figurativen Schreibart verdanken und sichals mittlere Wesen oder als Mischformen von Figuration und ho-mophonem Satze zu erkennen geben. In dieser Eigenschaft warensie wohl geeignet, den Uebergang zu der eigentlichen Aufgabe die-ses Buches zu bilden, nicht aber einer erschöpfenden Auseinander-setzung und Anleitung bedürftig oder werlh, die vielmehr aus demzweiten Buche des ersten Theils und aus dem vorigen Buche schonziemlich genügend vorhanden ist, und in den nächsten Abschnittenvervollständigt wird.

Wir fassen nun den zweiten der oben (S. 193) angedeutelenGesichtspunkte, der uns den nachahmenden Theil in unsern Figu-