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Die im Obigen aufgewiesne Form des zweiteiligen Liedes istvon allen Komponisten sehr häufig, für mannigfache Aufgaben, oftauf das Glücklichste und mit tiefem Inhalt angewendet. Allein dem-ungeachtet hat sie einen schwachen Punkt: ihre beiden Theile hän-gen nicht fest genug zusammen, weil der erste schon vollkommenbefriedigend abschliesst. Es ist dieselbe Schwäche, die unsre ein-stimmig gebildeten Perioden (Th. I, S. 29) hatten und die in derNaturharmonie (Th. I, S. 62) zuerst, dann mit Hülfe der Modula-tion (Th.I, S. 217) gründlicher beseitigt ivorden. Yon da aus ken-nen wir
sie beruht darauf, dass der erste Theil zwar sich selber vollkommen■— mit einem voilkommnen Ganzscbluss — abrunde, aber dies nichtim Hauptton, sondern mit einer Erhebung in die Dominante (fürDursätze, oder in die Parallele für Mollsätze) bewirke, mitbin nocheinen weitern Fortgang herausfodre und eine letzte Befriedigungerst noch erwarten lasse.
Uuser Satz No. 102 hätte also nicht in Fdur schliessen, son-dern da, wo er sich zum Schluss wendet, nach Cdur gehen sollen.Es konnte so —
geschehen; der Satz ist gleich zur Wiederholung eingerichtet.
Diese Wendung des ersten Theils auf die Dominante hat indesseinen Uebclstand, den nämlich, dass der Vordersatz (periodischeForm des Theils vorausgesetzt) ebenfalls auf der Dominante schiiesst.Dies kann, obgleich der eine Schluss nur ein Halbschluss, der andreein Ganzscbluss ist, einförmig wirken; im vorstehenden Beispiel istes nur desswegen weniger empfindlich, weil der Halbschluss nichtscharf ausgesprochen ist. Soll nun die Gefahr der Eintönigkeit ganzwegfallen, so giebt man dem Vordersatz einen Schlussfäll in dieTonika des Haupltons, — aber einen unvollkommnen oder den min-
B. die vollendete Form der Zweitheiligkeit;
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