Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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wonnenen Sätze und doch empfindet man die Dehnung, die Er-schlaffung der Form. Bei dem unvergleichlichen .Emoll- Satze vonBeethoven (No. 83 bis 85) wird man eben so wenig, ungeachtetdes fremden Zwischensatzes, eine weitere Ausdehnung rathsamfinden.

Wenn nun demungeacbtet der Inhalt eine weitere Ausführungfodert, so bleibt nichts übrig, als den ersten Satz zu scbliessenund einen zweiten, denselben Gedanken (dasselbe Motiv) behan-delnden Satz folgen zu lassen. Man erhält so zwei Sätze, dieformell geschieden, dem Inhalte nach aber zusammengehörig, eineinziges Ganze sind. So entsteht das zweitheilige Lied; jederder Sätze ist ein Theil.

Hier ist angenommen, es sei ein Gedanke im ersten Satze be-reits so weit ausgebreitet worden, dass man den Salz nicht weiterausdehnen möge, sondern lieber einen neuen beginnen müsse.Dasselbe kann rathsam werden, wenn der Sinn eines Salzes über-haupt keine weitere Ausdehnung rathsam macht, der Inhalt abernoch nicht erschöpft ist. So dürfte dieser Satz (eine einfachePeriode)

Allegro.

zu kurz und leicht hingeworfen sein, als dass man ihn weiter aus-führen dürfte. Gleichwohl können seine Motive noch vielfach ver-wendet werden, ja man fühlt sich durch sie bei so flüchtigem Vor-übergehen eher angeregt zu weiterer Erwartung, als befriedigt. Esbleibt also nichts übrig, als einen zweilen Satz (eine zweite Periode)folgen zu lassen, der sich vielleicht so

gestaltete. Gäbe man aber auch dem ersten Salz eine Wendung,die weitere Ausdehnung zuliesse, z. B.