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-er bürgerl. Unruhen in Frankreich, v 11
die französischen Protestanten gleiche Pflichten auf,und das große Interesse der Religion erlaubte ihrnicht, dem Untergänge ihrer Glaubensgenossen ineinem benachbarten Königreich gleichgültig zuzuse-hen. Diese Antriebe ihres Gewissens wurdennicht wenig durch politische Gründe verstärkt. Einbürgerlicher Krieg in Frankreich sicherte ihren ei-genen noch wankenden Thron vor einem Angriffvon dieser Seite, und eröfnete ihr zugleich eine er-wünschte Gelegenheit, auf Kosten dieses Staatsihre eigne Besitzungen zu erweitern. Der Ver-lust von Calais war eine noch frische Wunde fürEngland; mit diesem wichtigen Gränzplatz hattees den freyen Eintritt in Frankreich verloren. Die-sen Schaden zu ersetzen, und von einer andernSeite in dem Königreich festen Fuß zu fassen, be-schäftigte schon längst die Politik der Elisabeth,und der Bürgerkrieg, der sich nunmehr in Frank-reich entzündet hatte, zeigte ihr die Mittel, es zubewerkstelligen. Sechstausend Mann englischerHülfstruppen wurden dem Prinzen von Condeunter der Bedingung bewilligt, daß die eine Hälf-te derselben die Stadt Havre-de-Grace, dieandre die Städte Rouen und Dieppe in derNormandie als eine Zuflucht der verfolgten Neli-gionsverwandten, beseht halten sollte. So löschteein wütender Parteygcist auf eine Zeitlang allepatriotischen Gefühle bey den französischen Prote-ct 4 stanken