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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
105
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Unser Schrecken stieg aufs äußerste, als wir er-fuhren, daß die Armee des Herzogs von Mayenne unsschon ganz nahe wäre, und wir sahen fast kein-Mittel,,mehr, zwey so überlegnen Heeren zugleich Widerstandzu lhun. Wir wußten nicht, auf welche Seite wir unswenden, welche Maasregeln wir nehmen sollten. Einigewaren der Meinung, der König sollte sich tief in Lan-guedoc zurück ziehen; den Andern war dieses noch nichtweit genug; und wieder Andre riechen, er sollte nachEngland übergehen, und, wenn er erst sich dort einermächtigen Unterstützung versichert hätte, sich an dieSpitze der Hüifstruppen stellen, die man ihm ausDeutschland erwarten ließ. Alle waren darin einig,daß er sich aus Guyenne entfernen müßte. Ich sahmit VerdrrG, daß ein Rath, wodurch den Protestantenin Frankreich die lezte Stütze entrissen wurde, die Ober-hand zu behalten schien. Als mich daher der Königum meine Meinung fragte, so stellte ich ihm vor: die -Noch wäre noch nicht so äußerst dringend, um allesaufzugeben. Es würde noch immer Zeit genug seyn,dahin zu kommen, wenn man erst den Versuch gemachthätte, auf allen Seiten die Spitze zu blechen. Dieß -schiene mir nicht so völlig unmöglich, wenn man zumBeyfpiel den Vikomte von Türenne mit einer klei-nen Anzahl Truppen, so viel man in der Eil zusam-men raffen könnte, in Guyenne ließe, blos um Verthei-digungsweise zu handeln; wenn der Herzog von Mont-morency in Languedoc, und LesdiguiereS in Dauphine'dasselbe thäten; der König aber sich vorbehielte, Rochel- .le und die umliegende Gegend zu vertheidigen, bis diefremden Truppen, die doch nun nicht lange mehr auS-bleiben könnten, erst die Macht beider Theile ein wenigmehr ins Gleichgewicht gebracht hätten. Der Königvon Navarra genehmigte meinen Rath, und erklärte,daß er ihm folgen wollte.Aber, setzte er hinzu, derG 5Her-