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lerin nur darin bestand, daß jene jezt schon die Reihebesaß, welche diese spatstenS in einem zoder zwey Jahrenversprach. Ich entschuldigte mich daher, das Fräuleinvon Saint - Mesmin zu besuchen, welches mir großeVorwürfe zuzog. 'Aber ich hielt diesen Anfall aus,und gieng sogleich zu dein Fräulein von Courtcnay, beywelchem man dieses Opfer weit über seinen Werrh gel-tend inachte. Sie wußte mir für diesen Vorzug vielenDank, und ich selbst gab mir auch Beyfall darüber,nachdem ich sie genauer betrachtet, und durch einigeBesuche ihren Character harte kennen lernen. Sienahm meine Aufwartung an, und kurze Zeit nach dieserBegebenheit heirathete ich sie.
Alle dis Zärtlichkeit, welche eine liebenswürdigeGemahlin verdient, hielt mich dieß ganze Jahr i;84in den Beschäftigungen, den Uebungen und Vergnügun-gen des Landlebens zu Roßny zurück, eine Lebensart, diemir nicht weniger neu war, als das Skadtleben. Die-jenigen , denen das Leben am Hofe rmd im Kriege zurGewohnheit geworden ist, machen gewöhnlich auf demLande nur noch großem Aufwand; wer aber weiß, daßeine gute Wirchfchast oft den Mangel der Reichrhümerersehen kann , dem eröffnet das Landleben manche ergie-bige Quelle. Mein Geschmack an schönen Pferden,dem ich bisher bloß des Vergnügens wegen nachgehan-gen hatte, fand jezt eine nützliche Stelle in dieser häus-lichen Einrichtung. Ich schickte meine Stallmeisternach Deutschland und in andre fremde Lander, wo diePferde wohlfeil sind, und ließ dort tüchtige einkaufsn,welche ich nachher nachGajcogne an den Hof des Königsvon Navarra zum Verkauf sendete, und allemal ansehn-liche Summen daran gewann. Unter andern besinneich mich, dem Vikomte von Chartres einen pfirschblüth-farbnen Rothschimmel für sechshundert Thaler verkauft
§4 zu