zu hindern, und nachher die Truppen, welche sie in dergrößten Bestürzung glaubte, zu Zerstreuen. Sie Heßzu dem Ende ein mächtiges Heer marsthiren. Stroz-zy, la Chätre, Tavannes, !a Vallette z), und alle vor-nehme Offiziere in Frankreich verlangten dabey Dienstezu nehmen; und der Marschall von Lolsö der es kom-mandiren sollte, berauschte sich im voraus mit demRuhm, den er erlangen würde, wenn er die Hugenot-ten bis auf den letzten Soldaten vertilgt Härte, unddie Anführer dieser Parcey der Königin Mutter gefes-selt zuführte. Aber er änderte bald seine Meinung.Die protestantische Armee empfieng ihn mir Uner-schrockenheit ; sie war stets die erste, ihm das Treffenanzubieten; in allen den häufigen Scharmützeln be-hielt sie die Oberhand, und erfocht selbst eine Art vorzSieg bey dem Handgemenge von Arnay-le-Duc 4).
Aus so viel Hartnäckigkeit schloß die Königin Mut-ter so gleich, daß sie andre Mittel, als den Krieg, an-wenden müßte, um die protestantische Partei) zu ver-nichten; Verrätherey schien ihr das sicherste. UmZeit zu gewinnen, sich dazu vorzuberelten, hörte siedie Vorschläge zum Vergleich so günstig an, daß derFriede, zu einer Zeit, wo man am wenigsten darandachte, und auf Bedingungen, die den Hugenottenaußerordentlich vorcheilhafc waren, geschlossen wurde.Dreß war der 5) Friede von 1570, nach welchem beydeTheile der mit gleicher Sehnsucht gewünschten Ruhegenossen.
Mein Vater 6 ) gieng damals auf sein Gut Ros-ny, und beschaffkigke sich mlt der Wiederherstellung sei-ner häuslichen Angelegenheiten. Well ich meine eigneLebensgeschichte zugleich mit der, des Fürsten, dem ichgedient habe, beschreiben werde, so ist es billig, daßich einige Nachrichten von meiner Person und meiner
Fami-