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XXI r Gesch. d. französ. Unruhen
klang, und der Anmuch dieser Lieder wußte sich ihreReligion selbst in manche Gemächer zu schmeicheln.Der gewagte Schritt hatte ihnen zugleich ihrefurchtbare Anzahl gezeigt, und bald folgten die Pro-testanten in dem übrigen Königreich dem Beispiel,das ihre Brüder in der Hauptstadt gegeben.
Heinrich II. ein noch strengerer Verfolger ihrerPartey als sein Vater, nahm jetzt vergebens alleSchrecken der königlichen Strafgewalt gegen sie zuHülfe,Vergebens wurden die Edikte geschärft,welcheihren Glauben verdammten. Umsonst erniedrigte sichdieser Fürst so weit, durch seine königliche Gegen-wart den Eindruck ihrer Hinrichtungen zu erhöhenund ihre Henker zu ermuntern. In allen großen"Städten Frankreichs rauchten Scheiterhaufen, undnicht einmahl aus seiner eigenen Gegenwart konnteHeinrich den Kalvinismus verbannen. Diese Leh-re hatte unter der Armee, auf den Gerichtsstühlen,hatte selbst an seinen Hof zu St. Germain Anhän-ger gefunden, und Franz von Evligny, Herr vonAndelot, Obrister des sranzösnchen Fußvolks, er-klärte dem König mit dreister Stirn ins Gesicht,daß er lieber sterben wolle, als eine Messe besuchen.
Endlich aufgeschreckt von der immer mehr umsich greifenden Gefahr, welche die Religion seinerVölker und, wie man ihn fürchten ließ, selbst sei-nen Thron bedrohte, überließ sich dieser Fürst allen
gemalt-