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Erste Abtheilung, Vierter Band (1795) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu den Zeiten Kaiser Friedrichs I : (Fortsetzung)]
Entstehung
Seite
XXVIII
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xxvm Universalhistorische Uebersicht rc.

Verlust nller ihrer Güter, der Untergang ihrerStadt/ ja der Tod seihst ihnen unausbleiblich gewißwäre. Sie fühlten sich von der Gnade seines Herrngerührt/ aber bey Gott bäten sie ihn/ den Befehldesselben nicht nach Mailandzu bringen/ wenn erihr Verderben nicht wünschte. Der königlicheBote Sicherius sah ganz die Gefahr, in wel-cher die Einwohner von Lodi schwebten, doch schienes ihm gegen seine Pflicht/ seinen Auftrag nichtzuvollführen; auch wußte er, daß Friedrich buch-stäblichen Gehorsam verlangte, und versicherte daherden Bürgern, er würde es nicht wagen, je wiedernach Tcutschland zurückzukehren, wenn er ihrerBitte Gehör gegeben hätte. Mit Thränen imAuge riß er sich von ihnen los, mit banger Ahn-dung sahn sie ihm nach, zitternd erwarteten sie denBlitz, welcher ihre Hütten und sie selbst vernichtenwürde; am Tage schreckte sie-ede Gestalt, die in derblauen Ferne erschien, nur Säuglinge schlummer,ten zur Nachtzeit. Da sprengte Sicherius gegendie Stadt heran, arhemlos, mit verstörten Blicken»Er hatte den Konsuln von Mailand das Schreibenüberreicht und diese hatten es in öffentlicher Ver-sammlung gelesen, wachend an die Erde geworfenund das königliche Siegel mit den Füßen zertre-ten. Das Volk war auf den Gesandten losge-stürmt, kaum hatte er durch die Flucht sein Lebengerettet; den Tag über mußte er sich versteckt hal-ten, bis er in der folgenden Nacht Mittel fand,