Universalhistorische Übersicht re.
die Stadt kn einen Steinhaufen. Manche vonunfern Katern cnrflohn in ferne Länder; die zurück-gebliebenen konnten die Trümmer der geliebtenStadt nicbt verlassen und bauten sich in der Ge-gend derselben in sechs neuen Burgen an. Einevon diesen ward bald durch einen berühmten Jahr-markt blühend, zu welchem die Mailänder selbst, dieBürger von Trema, Cremvna, Pavia und Piazenzadie ganzeWoche hindurch kamen. Sie wurden dannin den Häusern der Einwohner von Lodi beher-bergt, welches dadurch Reichthümcr erwarb und" an Bevölkerung zunahm. Der Rath von Mai-land, welcher die Wacht einer benachbarten Stadtfürchtete, befahl daher, daß hinfort der Marktauf einem unbewohnten Gefilde unter freycm Him-mel sollte gehalten werden. Jetzt kehrt kein Fremd-ling mehr in unsere Wohnungen ein, wir leben inDürftigkeit und der Hunger sitzt auf dem ödenMarktplätze. Damm flehen wir dich an« heilig-ster König! befiehl den Mailändern, daß sie unsden Jahrmarkt wieder in unsrer Burg halten las-sen.^ Sogleich ließ Friedrich mit Beystimmungaller Fürsten ein Schreiben ausfertigen, womiter einen Gesandten nach Mailand schickte, welchermit lauter Stimme daselbst befehlen sollte, daßman dem Inhalt des Briefes Gehorsam leistete.
Als die beyden Bürger nach Lodi zmückkamen,erzählten sie voll Freude den Konsuln und dem
Rache