39
Dreyzehntes Kapitel.
Der Sultan erobert Damaskus.
3 ?oureddins Sohn war bey dem Tode seines Va-ters noch zu jung, um die Regierung untreren unddie Feinde Gottes vertreiben zu können; dieß bewogSaladin zu einem Feldzuge nach Syrien, den er miteiner großen Macht unternahm. Sobald er ange-kommen war, schickte er an die Vornehmsten und andie Bürger in den Städten, unter denen schon zweyParteyen waren, Sendschreiben umher, und ließauch einige gefänglich einziehen, wodurch die übrigenso sehr in Furcht gesetzt wurden, daß ihnen weiterkein Ausweg übrig blieb, als sich für den Sultanzu erklären. Sie luden ihn also schriftlich zu sichein, und baten ihn, sich des jungen Prinzen, und sei-ner zerrütteten Glücksumstände anzunehmen. Aufdiese Weise gieng Damaskus, Stadt und Schloß,im Jahr 570 ohne Schwertschlag an ihn über.Gleich nach seinem Einzug in die Stadt begab ersich in seine väterliche Wohnung, wo er dem erfreutenVolke sehr viele Geschenke austheilen ließ. Von Da-maskus gieng er nach Emessa, eroberte es, und rücktedann ohne Verzug vor Haleb.
Vierzehntes Kapitel.
Saiphoddin schickt seinen Bruder Ezzodin gegenSaladin aus.
Herr von Mosul, konnte bey demGlücke, Vas Saladdin begleitete, nicht ferner ruhigerZuschauer bleiben. Er befürchtete nichts so sehr
C 4 als