XXX Universalhistorische Uebersicht re.
welche sie den Einwohnern gönnten, brachten sienur desto zahlreicher und desto gieriger zurück.
Gegen diesen immer sich erneuernden Feindwar keine Hülfe von dem Throne zu hoffen, derselbst wankte, den eine Reihe ohnmächtigerSchattenkönige, die unwürdige NachkommenschaftKarls des Großen entehrte. Anstatt des Eisenszeigte man den Barbaren Gold, und setzte die gan-ze künftige Ruhe des Königreichs aufs Spiel, umeine kurze Erhohlung zu gewinnen. Die Anarchie'des Lehenwesens hatte das Band aufgelöst, wel-ches die Nation gegen einen gemeinschaftlichenFeind vereinigen konnte, und die Tapferkeit desAdels zeigte sich nur zum Verderben des Staats,den sie vertheidigen sollte.
Einer der unternehmendsten Anführer derBarbaren, Rollo, hatte sich der Stadt Rouenbemächtigt, und, entschlossen seine Eroberungen zubehaupten, seinen Waffenplatz darin errichtet.Ohnmacht und dringende Noch führten endlichKarln den Einfältigen, unter welchem Frankreichsich damals regierte, auf den glücklichen Ausweg,durch Bande der Dankbarkeit, derVerwandtschaftUnd der Religion sich diesen barbarischen Anführerzu verpflichten. Er ließ ihm seine Tochter zur Ge-mahlin und zum Brautschatz das ganze Küstenland
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