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[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
XXVI
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XX vr Uttiversalhistorische Ueberßcht rei

Wo sonst/ als hier/ erlebte man die Wunderer-scheinung/ daß Vernunstschlüsse des ruhigen For-schers das Fcldgcschrey wurden in mördrischenSchlachten, daß die Stimme der Selbstliebe ge-gen den stärkeren Zwang der Überzeugung schwieg,daß der Mensch endlich das tHeuerste an dasedelste setzte ? Die erhabenste Anstrengung grie-chischer und römischer Tugend hat sich nie überbürgerliche Pflichten geschwungen, nie oder nur ineinem einzigen Weisen, dessen Name schon dergrößte Vorwurf seines Zeitalters ist; das höchsteOpfer, das die Nation in ihrer Hekdenzeit brach-te, wurde dem Vaterland gebracht. Bey Ab-lauf des Mittelalters allein erblickt man in Euro-pa einen Enthusiasmus, der einem hohem Ver-nunftidol auch das Vaterland opfert. Und warumnur hier, und hier auch nür einmal diese Er-scheinung? Weil in Europa allein, und hier nuram Ausgang des Mittelalters die Energie desWillens mit dem Licht des Verstandes zusammen

traf,

der Arbeit; auf den Fleiß und nicht auf dasErzeug uiß. Was es auch seyn mochte, wofürman kämpfte cs war immer ein Kampf für dieVernunft, denn durch die Vernunft allein hatteman das Recht dazu erfahren, und für dieses Rechtwurde eigentlich ja nur gestritten.