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bung eher unternommen, als bis die harmonischen Grundsätze sichauch praktisch vollkommen befestigt haben, so könnte sie vomEinfachem, Natürlichen und Treffenden in Gesuchtheit, Gezwungen-heit und Unnatur führen. Wir werden im letzten Abschnitt aufdiese Hebung näher eingehn.

Dritter Abschnitt.

Einfache Choralbearbeitung.

Im vorigen Abschnitte haben uns nur vorbereitende Betrach-tungen beschäftigt. Jetzt wollen wir ein Paar Choräle ausarbeiten,und dabei die Methode der Arbeit bezeichnen, die sich uus nachvielfältiger Erfahrung an Schülern der verschiedensten Anlage undVorbildung als sicherste und förderndste bewährt hat.

Wir wählen dazu zuerst den Choral: ,,Ach alles was Himmelund Erde umschliesset. Es ist eine der unbedeutendsten und un-kirchlichsten Melodien ; allein hierauf kann uns nichts ankommen,da sie besonders lehrreich sein wird. Die Melodie

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zeigt nach Vorzeichnung und Schlusston die Tonart Cdur an, wirsetzen also vor Allem den hiernach feststehenden Schluss des Ganzenbei I. fest. Die erste Strophe (die gleichsam als erster Theil wie-derholt w r ird) verlangt ebenfalls den Schluss im Hauptton, da mannicht mit der ersten Strophe sogleich in das trübe Moll fallenwird ; wir setzen diesen Schluss als zweiten feststehenden Punktbei II. Endlich setzen wir als dritten Punkt bei III. den Schlussder zweiten Strophe in Gdu r (dem nächsten Modulalionspunkte)fest. Hiermit haben wir für die Modulation drei Zielpunkte undunsre Aufgabe in drei kleinere aufgelöst. Wir haben bei diesemVerfahren zuerst das Nöthigste und Sicherste festgesetzt, dann dasNächstwichtige, dann das Weitere.

Nun kommt es auf die Ausführung der Harmonie an. Hierzeigt sich nun die Schwäche der Melodie ; der Anfang der erstenund dritten Strophe treibt posthornartig im tonischen Dreiklang um-her, gewiss nicht jener innerlichen Kraft und Würde theilhaftig,