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jeder für sich ein Ganzes sei, so bestärkt, dass man auch bei demZusammenwirken angeregt ist, jeden Chor besonders zu vernehmen,so lange man ihn irgend von den andern unterscheiden kann. Diesist auch der Tendenz der Kompositiousart ganz angemessen. Hier-aus folgt denn, dass man jeden Chor auch als geschlossnes, in derHarmonie reines und vollständiges, besonders mit wohlgeführterOber - und Bassstimme karakterisirtes Ganzes behandeln muss,während man sich zwischen Stimmen verschiedner Chöre die imvielstimmigen Satze nicht immer zu vermeidenden Freiheiten oderRegelwidrigkeiten eher gestatten darf. Sobald man aber jeden Chorals abgesondertes Ganze betrachtet, bieten sich die mannigfaltigstenAnwendungen von selbst dar. Während dem einen die Harmonieüberlassen wird, kann der andre im Einklang oder Oktaven ein-hergehn, Haltetöne übernehmen u. s. w.
Alle diese Gestaltungen kommen in der Lehre vom Instrumen-tal- und Vokalsatze zu reiferer Betrachtung und bedürfen für jetztnicht einmal besonderer Uebung. Es genügt, im Voraus daraufhingewiesen zu haben.
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