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der Ausführung, als an der Erzwungenheit der Aufgabe.Hier war es um ein Beispiel für die Lehre zu ihun; es solltenicht ein Kunstwerk, sondern die Möglichkeit und Art aufgewiesenwerden (und zwar an einem dazu wenig günstigen Satze), viel-stimmig zu schreiben. Nähmen wir aber an, dass der Satz inkünstlerischer Absicht bearbeitet wäre: so würde der Erfolg lehren,dass auch in der Stimmzahl das Einfache, das eben Zureichendezugleich das Beste, und jedes Ucbermaass schadenbringendist.
Nicht leicht wird ein Komponist, wo es ihm Ernst um dieSache ist, sich mit überflüssigen Stimmen beladen, vielstimmigschreiben ohne bestimmten, zureichenden Grund. Wo es aber mitGrund geschieht, da wird nicht Alles, nicht jeder Salz, es werdendann nur geeignete Sätze oder Theile von Sätzen, besonders voneinfacher, langsam sich entfaltender Harmonie und ruhig gehaltner,nicht umherschweifender, die Nachbarstimmen drängender Melodievielstimmig, das Eebrige wird aber viel - oder minderstimmig be-handelt werden. In dieser Weise sind mehrere Chöre (besondersdie kürzern) in Israel in Aegypten von Händel verfasst, indenen bald acht Stimmen verschieden geführt, bald zwei derselben,oder mehrere Slimmpaare vereint werden.
Eine Schei n vi eis lim migkei t besteht darin, dass von denwirklich, real unterschiednen Stimmen (desshalb Realstim-men genannt) 0 b e r-oder U nt e r s ti m m e, oderauch mehrere,oder alle Stimmen verdoppelt werden. Diesen Fall haben wirschon bei dem zweimal zweistimmigen Satze (No. 84) betrachtet,und uns dahin entschieden, dass solche Verdopplungen nicht alsbesondre Stimmen zu achten seien. Dieser Satz —
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ist also nur fünfstimmig, obgleich er neun Tonreihen enthält;denn die drei obersten und die unterste Stimme sind blosse Ver-dopplungen. Auch dann noch würde der Satz nur für fünf-stimmig gelten müssen, wenn die Verdopplungsstimmen bisweilenunter einander wechselten, z. B. die Oberstimmen vom drittenTakle ab so :
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