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1 (1852)
Entstehung
Seite
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entstanden, noch ärger als die offnen Oktaven bei 2 ; denn es wä-ren zugleich beide Aussenstimmen in Sekunden oder vielmehr Noneneinhergegangen, und das ohne alle harmonische Nothwendigkeitoder Veranlassung. Ein gleicher Fall wäre bei e zwischen Bassund Alt und anderswo eingetreten. Bei d haben wir eine Nonen-folge gesetzt. Bei dem stillen Wesen der übrigen Stimmen konnteder scharfe Wechselton im Bass unbedenklich statthaben, da derbei a gerügte Oktaven-Anklang hier nicht eintritt.

Warum haben wir bei b den Bass nicht ausgefüllt? Es wärein der That nicht unzulässig gewesen ;

allein die Septimenfolge zwischen Alt und Bass und die Häufungder Durchgänge in drei Stimmen hätte dem Salze leicht ein ge-zerrtes Wesen gegeben.

Warum haben wir bei c und g nicht den Alt ausgefüllt?Wir hätten dadurch im erstem Falle zwischen Diskant und Alt,im letztem zwischen Alt und Tenor

Quinten hervorgerufen 39 ).

Zweiter Abschnitt.

Chromatische Durchgänge- und Hülfstöne.

A. Der chromatische Durchgang.

Was wir bis jetzt erfahren, setzt uns in den Stand, jedeTerz und jedes grössere Intervall mit Durchgangstönen auszufüllen.Die Durchgangstöne zergliedern alle diese Schritte.

39) Fiinfunddreissigste Aufgabe: Der Schüler bat ein Paar Melo-dien in derselben Weise, wie früher die Vorhalteerst einfach,

dann mit Durchgängen im Diskant,

- - - - Alt,

- - - - Tenor,

- - - - Basse,

zuletzt - - in allen Stimmen,

soweit sie untereinander verträglich und dem Sinn oder Geschmacke des Arbei-tenden (denn tiefere Beweggründe sind noch nicht vorhanden) zusagend sind,zu bearbeiten.

Marx, Komp. L. I. 4. Aull.

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