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1 (1852)
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Theil konnte rhythmisch, nicht aber tonisch ganz befriedigend ab-gerundet werden ; wir hallen zu seinem Abschlüsse nur den Halb-schluss des Vordersatzes auf der zweiten Masse.

Aus dieser ist nun längst der Dreiklang der Dominante gewor-den, der an die Tonart der Dominante erinnert, und zumSchlüsse des Vordersatzes dient. Es bleibt nur noch einSchritt zu thun : wir nehmen statt des Dreiklangs die Tonart derDominante*) selbst zum Schlüsse des ersten Theils. Sohaben wir bereits vorgreifend in No. 274 und 275 den Vordersatzmit einer Ausweichung in die Dominante geschlossen; nur warder Schluss in rhythmischer Beziehung ein unvollkommner. Diesist die

A. erste zweitheilige Konstruktion.

Der erste Theil sehliesst als Ganzes für sich befriedigendab, durch einen vollkommnen Ganzschluss. Aber er macht diesen

*) Aber warum geht die Modulation des ersten Theils in die Oberdomi-nante, z. B. von Cdur nach Cdur? warum nicht nach der Un t e r d omi n ant e/'dur, oder in einen andern Ton, z. B. die Parallele ^moll?

Der nächste Antrieb zur Modulation ist vor Allem das Bedürfniss der Be-wegung , der Ortsveränderung; würde im Hauptton geschlossen, so wäre derSatz mit voller Befriedigung zu Ende gebracht und kein Bedürfniss einer Fort-setzung, eines zweiten Theils, vorhanden. Soll aber überhaupt modulirt wer-den, so haben im Allgemeinen die nächstgelegnen, das heisst nächstverwandtenTonarten den Vorzug, also beide Dominanten und die Parallele.

Nun aber bedarf der erste Theil, eben so wie (S. 211) der Vordersatz, derErhebung oder Steigerung; nur diese machen einen Fortgang (einen zweitenTheil) nothwendig und begreiflich , die Herabstimmung oder Beruhigung würdenicht Weiterstreben, sondern Abschluss, das Ende, bedingen. Diese Erhebungaber giebt die Dominante. Denn sie ist der höhere Ton zur Tonika, da sienach der bekannten Tonentwickelung

I : 2 : 3 .

C c g

aus ihr und über ihr hervortritt; so ist wie auch das Gefühl uns schonsagt der Dominant-Akkord der gespanntere Akkord, der sieb herabsenkt indie Ruhe der tonischen Harmonie, und so ist also auch die Tonart der Domi-nante die höhere zur Tonika.

Die Uoterdominante ist von alle dem das Gegentheil. So gewiss G Domi-nante von C, g-h-d-f nach C führend, Gdur höher als Cdur: so gewiss istC wieder Dominante von F, c-e-g (und 6) nach F führend und folglich Ftiefer als C.

Die Parallele kann schon als trüberer und schwächerer Mollton nicht Er-hebung gewähren.

Ausnahmsweise kann aus besondern Gründen in entlegnere Tonartenmodulirt werden; soll das nach Mull geschehn, so wird man lieber die Paral-lele der (höher liegenden) Dominante wählen, als die Hauptparallele. Nichteinen einzigen Fall wüssten wir aber, dass der erste Theil in der Unter-doininante geschlossen worden wäre. Dies erscheint im Widerspruche mit demSinn eines ersten Theils.