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fodern und linden wie diese ihre Vermittlung, nur dass sie, wiewir (S. 159) bereits erfahren haben, wegen ihrer grössern Ton-rnasse schwerer beweglich, umstandlicher sind.
Ibrer Natur gemass sind sie aber auch Kennzeichen des Ton-gcschlechts, •— und darin haben sie ursprünglich den Vortheilabsoluter Bestimmtheit selbst vor dem Dominant-Akkorde voraus;der grosse Nonen-Akkord ( a ) lasst Dur, der kleine ( b)
lasst Moll erwarten. Hiermit haben wir zugleich in den Nonen-Akkorden bessere Mittel als das in No. 226 gegebne erhalten,Moll mit Dur anf derselben Tonika zu vertauschen. Der kleineNonen-Akkord (a)
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lïïhrt aus Dur nach Moll, der grosse (b) aus Moll nach Dur.
Indess leidet dieser Gewinn sogleich wieder eine kleine Ein-schrankung. Wir wissen schon, dass der Durdreiklang nalurfrisch,heil, kral'tig, der Molldreiklang nur aus jenem abgeleitet oder ge-macht, dass er getrübt, unkraftiger ist, dass dieselben Karakter-ziige sich am Dur- und am Mollgeschleehte wiederlinden. Daherverlangt — wo nicht besondre Stimmungen Anderes gebieten —das Gemüth aus Moll nach Dur*), oder statt der Moll-, Durhar-monien. Daher löset man o ft den kleinen Nonenakkord in denDurdreiklang auf,
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statt in den zu erwartenden Molldreiklang**). Es geschieht ent-weder, urn sich nach voraufgegangnem Moll an Dur zu erfrischen,oder umgekehrt, urn in das für manche Stimmung allzuhelle (oderauch für spiitere Wirkung aufzusparende) Dur Mollharmonien
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*) Daber werden sehr h'aufig Mollkompositionen in Dur geschlossen, wah-rend das Unigckebrte sehr selten ist. Beethovens mysliscbe Cmoll-Sonate(Op. 111) seine C moll - Symphonie, der Riesenbau seiner neunlen (D moll)scliliessen mit Finalen in C und 1) dur. So viele Werke von Haydn undAndern.
**) Sogar zuletzt wird der Molldreiklang auf der Unterdominante statt desDurdreiklangs zu einem Kirchenschlusse (S. 1?1) verwendet.