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1 (1852)
Entstehung
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die Ausdehnung der zwei odcr drei Theile. Es kann ais urspriing-liche Norm geiten, dass die zw'ei oder drei Theile gleiches Maasserhalten, z.B. jeder Theil die Ausdehnung von acht Takten.Allein, dass dieses ursprünglich naheliegende Maass nicht Gesetzist, zeigt schon die Zufügung von Anhangen, durch die aus 8Takten 10 oder mehr werden, dann die zweitheilige Form, derenAnlage mehr auf ein Verhallniss von

4, zweimal 4, und wieder 4 Taktenhinweiset. Hier erscheint die Mitle ausgedehnter als Anfang oderEnde; öfters wird sich umgekehrt der zweite Theil (schon wegender Armuth der zweiten Masse) kleiner als der erste und dritte,gleichsam als blosser Zwischensatz (als Episode) gestalten, dervornehmlich die Wiederkehr des Hauptsatzes ohne Ermiidung her-beiführen soll.

Ueberall hangt es also vom Inhalt ab, ob wir ihn genügendin einem Satze in einer Periode darlegeu können, ob wir zweioder drei Theile, mit oder ohne Anhange, von gleicher oder un-gleicher Ausdehnung dazu bediirfen. Es ist daher von Wichtigkeit,sich alle hier einschlagende Verhaltnisse recht klar und zu eigenzu machen; denn sie bewahren nicht blos vor Verwirrung undMissstanden aller Art, sondern leiten und erleichlern auch dieErfindung, da sie das Ziel vorhalten, auf das man loszugehn undden Weg gleichsam abstecken, den man dahin zu nehmen haf.Sobald wir also das erste Motiv ergriffen und jene Verhaltnisse imAuge haben, kann uns ein sicherer Fortgang eigentlich nie fehlen;eher werden wir zu viel Wege vor uns erblicken und der Ent-schlossenhcit bediirfen, uns durch rasche Wahl aus lahmendeuZweifeln zu reissen. Nicht der Mangel an Erfindung oder fortlei-tender Bahn ist es , der sich den Fortschritten des Jüngers meistin den Weg stellt, sondern Z w r eifelmüthigkeit, die nicht zu ent-scheiden wagt, welchen von zwei oder mehr offnen Wegen mangehen soll. Gegen diese Karakterschwache, die o ft den begabternGeistern am eigensten und gefahrlichsten ist, muss derJünger sich die

Maxime

aneignen: von mehrern gleich guten Wegen den ersten besteneinzuschlagen und den einmal belretnen ohne Wanken zu Endezu verfolgen. Stebt es ihm doch frei, nachher auch die anderndurchzugehn! In einer höhern Sphiire treten höhere Entscheidun-gen ein 5 da W'eiset uns im giinstigen Augenblicke die innere Stimmedas Eine Rechte. Aber auch da noch kann angewöhnte Zwei-felmüthigkeit irre machen, wie jeder tuinstier mehr oder weni-ger an sich erlebt haben wird.

Dass der Kiinstler nicht alle diese Ueberlegungen vorsatz-lich und umstandlich durchzugehen braucht, am wenigslen bei so