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Indem hiermit eine neue Uebungsreihe 4 ) beginnt, iiebcn wirschliesslich dreierlei zur Betrachtung hervor.
Erstens: das Motiv. In der einstimmigen Komposilionkonnte nur von Tonfolge und Rhythmus des Molivs die Redesein, jetzt auch von seinem h a rm o n i s c h e n In halt; unsre Mn-tive können jetzt entweder nur in der ersten, oder nur in derzweilen Masse steben, oder beide Massen in mannigt'acber Weisevereinen. Bei dieser Vielseitigkeit isl es aber selten der Fall,dass ein Motiv sieh durcbaus genau wiederhole; das Motiv a inNo. 75 z. B. behalt viermal seine rhythmische Form; die beidenersten Male sleigt seine Melodie, die beiden letzlen geht sie aufund ab; in harmonischer Beziehung zeigt sich zweimal erste dannzweite Masse, das drilte Mal zweite, erste, zweite Masse, das vierteMal erste, zweite, erste Masse. Denuoch bleibt es kenntlich. InNo. 74 wird der Rhythmus des Motivs bald von der ersten, baldvon der zweiten Slimme verlassen und dabei von der andernStimme festgehalten.
Zweitens: die Begleitung. Wie vorausgesagt, habenwir die in No. 64 gegebne Begleituugsform schon in No. 72 ver-lassen, um die zweite Stimme fliessender hinaufzulïïhren. Die Ab-weichungen in No. 74 bis 77 mag jeder sich selbst erlautern.
Drittens haben wir von No. 67 an eine Reihe von Tonstückengebildet, deren jedes einen einigen und bestimmt abgeschlosseuenInhalt zeigt. Dieser Inhall, gleichviel ob wir ihn bedeutend undlief linden oder nicht, kann der Gedanke (der geistige Gehalt) desTonstücks genannt werden. Da wir stets moliventreu setzen, soenthalt jeder unsrer Satze nur einen, wenn auch in fortwahrenderAusgestaltung und Entwickelung (man untersuche No. 77) begrilTnenGedauken; es sind nicht zwei verschiedne, — z. B. der in No.65 und 75 oder der in No. 73 und 76, — in einem dieser Satze ent-halten. Ein TonsLück nun, das nur einen Gedanken (einen einigenInhaltJ in sich fasst, nennen wir — gleichviel, ob es fiir Gesaugbestimmt ist oder nicht —
Lied oder Liedsatz,
zum Unterscbiede vou Tonstücken, die.mehr als einen Gedaukenin sich fassen.
•4) D ritte Aufgabe: Der Scliüler bilde ia derselben Weise, wie sichdie bisherigen Liedsiitze aus und nacli No. 67 entwickelt haben, in stetigemFortschritt eine Reihe neuer. Alle miissen in Cdur geselzt und gespielt, dannaber (wie die friihern Uebungen) allmahlig in den andern Tonartcn gespieltwerden.